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Hashimoto-Thyreoiditis

Icon - Therapie Hashimoto

Die Krankheit ist nach Hakuro Hashimoto benannt, einem japanischen Arzt, der vor dem Ersten Weltkrieg in Europa arbeitete. Er beschrieb sie 1912 als erste anerkannte Autoimmunerkrankung:  Die Schilddrüse ist entzündet, der Körper greift die eigene Schilddrüse an und versucht das Gewebe zu zerstören.

Darüber ist in den Medien viel zu lesen, weil mittlerweile sehr viele Menschen darunter leiden. Im Regelfall wird diese Erkrankung von Seiten der akademischen Medizin als Standardbehandlung mit L-Thyroxin behandelt. Überwacht wird nur der Serumhormonspiegel und die Medikation entsprechend angepasst. Kommen weitere Symptome hinzu, besteht die Standardbehandlung in weiterer symptomatischer Behandlung durch Verabreichung von Antidepressiva, Betablockern, u.ä.. Eine weitere Methode besteht in der Entfernung der Schilddrüse, was auch nicht immer zielführend ist, da unweigerlich Restgewebe im Körper verbleibt, von dem weiterhin Autoimmunattacken ausgehen können. Auch erhält man den Hinweis, dass diese Erkrankung unheilbar sei und im Laufe der Zeit zur Auflösung der Schilddrüse führe.

In meiner langjährigen praktischen Tätigkeit, in der ich mich auf die Schilddrüse spezialisiert habe, erlebe ich genau das Gegenteil. Große Erleichterung tritt bei den Patienten ein, wenn nach gewisser Zeit im Ultraschall ersichtlich ist, dass das Entzündungswasser zurückgegangen ist und durch das Absetzen des Hormons im Tausch gegen ein natürliches Extrakt viele der genannten Symptome verschwinden. Letztere waren L-Thyroxin-bedingte Nebenwirkungen.

In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass die Hashimoto-Thyreoiditis keine Erkrankung der Schilddrüse ist, sondern eine Störung des Immunsystems, und daher muss auch das Immunsystem mitbehandelt werden. Vielfach liegt eine Barrierestörung im Darm vor, bedingt durch verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Chronische Blutzuckerschwankungen können ebenso zu einer SD-Unterfunktion oder zu Hashimoto führen. Einen weiteren starken Einfluss auf die Schilddrüse haben die Nebennieren, zwei walnussgroße Drüsen, die auf den Nieren sitzen.
Blutzuckerschwankungen, Darminfektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Umweltgifte, etc. alles das sind für den Körper Alarmglocken, folglich veranlasst der Körper die Nebennieren zur Ausschüttung von vermehrten Hormonen. Insbesondere Cortisol sorgt für die Freisetzung von zusätzlicher Glucose ins Blut. Dies führt dann irgendwann zu einer Nebennierenschwäche. Die Symptome dieser Schwäche können die ganze Palette von "überdreht" bis hin zu "fix und fertig" umfassen.

Das neueste Buch von Dr. Rieger:
Hashimoto Healing; hier finden Sie mich in der Therapeutenliste und natürlich auf seiner Webseite: www.formen-der-erschoepfung.de

Morbus Basedow

Benannt nach dem deutschen Arzt Karl Adolf von Basedow, 1799-1854. Ca. 1-3% der Bevölkerung erkranken daran, davon mehr Frauen als Männer.
Bekannt geworden ist diese Erkrankung bei uns unter dem Begriff „Glotzaugenkachexie“. Es handelt sich bei dieser Erkrankung um eine Schilddrüsenüberfunktion. Die Schilddrüsenzellen produzieren unablässig Hormone, so wird die Schilddrüse zu dauernder Leistung angehalten. Man bestimmt zur Diagnose die freien Schilddrüsenhormone, die im Krankheitsfall auf das Doppelte bis auf das Zehnfache erhöht sein können. Diese Form der Hyperthyreose wird in der Regel mit Schilddrüsenblockern behandelt. Sie entsteht dadurch, dass der Körper Antikörper bildet, die gegen den Rezeptor für das TSH in der Schilddrüse gerichtet sind, jene Stelle, an der das TSH andocken möchte.
Der TRAK-Wert ist für den Basedow typischer Indikator, seine Höhe gibt Auskunft darüber, wie schlimm es mit der Krankheit steht.
Herzrasen oder -stolpern, Schwitzen, Unruhe, Reizbarkeit, Nachlassen der Leistungsfähigkeit, verminderter Schlaf sind sehr häufige Begleitsymptome der Schilddrüsenüberfunktion. Die Symptome des Morbus Basedow sind auf Dauer sehr belastend und können im schlimmsten Fall für den Betroffenen sogar lebensbedrohlich sein.
Die Erkrankung kann auch in eine Hashimoto-Thyreoiditis übergehen. Deshalb ist es hier ganz wichtig die richtigen Parameter im Blut zu bestimmen, damit die Behandlung zum Erfolg führt.
Es gibt in der Naturheilkunde ähnliche starke Mittel, welche die schulmedizinischen Schilddrüsenblocker wie Thiamazol oder Carbimazol ersetzen.

Schilddrüsenknoten

Bei jedem Dritten finden sich heute Schilddrüsenknoten. Es stellt sich die drängendste Frage, ob sie überhaupt heilbar sind. Ja, eine Heilung ist möglich.
Die Schulmedizin hat den Begriff kalte und warme Knoten geprägt. In warmen Knoten wird besonders viel Schilddrüsenhormon hergestellt.
Schilddrüsenkrebs ist im Vergleich zu kalten Knoten sehr selten. Die überwiegende Anzahl der kalten Knoten ist gutartig und harmlos.
Heute ist es zur Norm geworden die Knoten chirurgisch entfernen zu lassen. Was früher ein Jodmangelthema war, ist heute zu einem differenzierten Bild geworden. Diese Knoten sind häufig Folge der gesellschaftlichen Entwicklung, sie werden durch Hektik, Stress und Erfolgsdruck hervorgerufen.
Dies ist eine Erklärung dafür, warum aggressive schulmedizinische Maßnahmen bei Schilddrüsenknoten so selten greifen.

Thyreoiditis De Quervain

Diese Form der Schilddrüsenerkrankung ist eine Sonderform der Schilddrüsenentzündung. Sie wurde nach dem Schweizer Chirurgen Fritz de Quervain benannt. Die Erkrankung geht mit starken Schmerzen, Druck- und Engegefühl an der Schilddrüse einher. Sie dauert in der Regel ein halbes bis 1 Jahr, wird aber nicht chronisch.
Schulmedizinisch wird die De Quervain mit Anitbiotika, Schmerzmitteln und Cortison behandelt.

In der Naturheilkunde haben sich verschiedene Präparate bewährt, so kann das Cortison ausgeschlichen werden und die Entzündung zum Stillstand kommen.

Warum eine gesunde Schilddrüse so wichtig ist

Die Funktion der Schilddrüse hat viele Facetten. Wenn ihre Funktion nachlässt, zeigen viele andere Systeme Schwächen auf. Deshalb wirkt sich eine nicht diagnostizierte Fehlfunktion auf so vielfältige Weise aus:

  • Gehirnstoffwechsel
  • nochenstoffwechsel
  • Verdauung
  • Zeugungsfähigkeit
  • Wachstumshormone
  • Stoffwechsel der Nenenierenhormone
  • Progesteronbildung
  • Östrogenstoffwechsel und Brustkrebs
  • Leber und Gallenblase
  • Fettverbrennung
  • Insulin- und Glucosestoffwechsel